Die Aufklärung von Straftaten gegen das Völkerrecht als Voraussetzung für den Aufbau einer effizienten Justiz

Seit 15 Jahren existiert der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag – „ein entscheidender Beitrag zu einer Welt ohne Straflosigkeit“ (Kofi Annan). Aber auch durch vom UN-Sicherheitsrat geschaffene Ad-hoc-Strafgerichtshöfe, wie für das ehemalige Jugoslawien oder Ruanda, sowie durch nationale Gerichte, wie vor dem Oberlandesgericht Stuttgart im „Ruanda-Prozess“, wird das Völkerstrafrecht durchgesetzt.

Angesichts beschränkter Mittel der Ermittlungsbehörden und Gerichte, langwieriger Verfahren oder nachlassender politischer Unterstützung wird die Wirkungskraft des Völkerstrafrechts aber auch in Zweifel gezogen. Mit Experten aus der DR Kongo, der Schweiz sowie aus Deutschland wird u. a. den Fragen nachgegangen, inwieweit die Durchsetzung des Völkerstrafrechts das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz stärken kann und ob die Instrumente des Völkerstrafrechts als Vorbild für ein nationales Justizsystem dienen können.

Diese Veranstaltung, die von Mitgliedern des Dynamischen Europapools vorbereitet wurde, ist Teil eines Austauschs von Juristinnen und Juristen aus Baden-Württemberg, Burundi, der DR Kongo, Ruanda und Tansania. Wir laden Sie herzlich dazu ein.

Freundlich bitten wir um Ihre Rückmeldung unter E-Mail: info@sez.de und verbleiben mit besten Grüßen

PROGRAMM 

Podiumsdiskussion „Die Aufklärung von Straftaten gegen das Völkerrecht

als Voraussetzung für den Aufbau einer effizienten Justiz“  

Beginn: 19:30 Uhr  

  • Willkommen

Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ), Stuttgart  

  • Kurze Einführung zum Juristenaustausch

Prof. Dr. Hartmut Hamann, Vorstand der Gesellschaft für Afrikanisches Recht e. V., Stuttgart  

  • Eröffnung

Elmar Steinbacher, Ministerialdirektor des Ministeriums der Justiz und für Europa des Landes Baden-Württemberg, Stuttgart  

  • Podiumsdiskussion mit
    • Prof. Dr. Kai Ambos, Richter am Kosovo-Sondertribunal, Leiter der Abteilung für ausländisches und internationales Strafrecht, Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsvergleichung und internationales Strafrecht, Institut für Kriminalwissenschaften, Georg-August-Universität Göttingen
    • Jürgen Hettich, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Stuttgart, „Ruanda-Prozess“
    • Balingene Kahombo, vormals Staatsanwalt am Parquet près le Tribunal d’Instance in Kinshasa/DR Kongo, derzeit im Rahmen eines Promotionsstudiums an der Freien Universität Berlin
    • Stefan Waespi, von 1996 bis 2010 Ankläger beim Internationalen Strafgericht für das ehemalige Jugoslawien, Staatsanwalt bei der Schweizerischen Bundesstaatsanwaltschaft, zuständig für Rechtshilfe und Völkerstrafrecht, Bern
    • Moderation: Gigi Deppe, Leiterin der SWR-Rechtsredaktion, Stuttgart 
  • Stehempfang 

Ende: ca. 21:30 Uhr


Dies Veranstaltung wird unterstützt von der Robert-Bosch-Stiftung, dem BW-Bank Wealth Management, dem Staatsministerium Baden-Württemberg, dem Ministerium für Justiz und Europa Baden-Württemberg, Engagement Global gGmbH und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Details


 
 
 
 

Veranstaltungsort
  • BW-Bank Kleiner Schlossplatz
  • Kleiner Schlossplatz 11
  • 70173 Stuttgart
Zielgruppe
  • Burundi-Interessierte
  • Engagierte in Baden-Württemberg
  • Migrantenorganisationen
Datum Donnerstag, 9. November 2017 von 19:30 - 21:30 Uhr
Dauer 2h
Kosten
kostenfrei

Referenten
  • Prof. Dr. Kai Ambos, Richter am Kosovo-Sondertribunal, Leiter der Abteilung für ausländisches und internationales Strafrecht, Professur für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsvergleichung und internationales Strafrecht, Institut für Kriminalwissenschaften, Georg-August-Universität Göttingen
  • Jürgen Hettich, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Stuttgart, „Ruanda-Prozess“
  • Balingene Kahombo, vormals Staatsanwalt am Parquet près le Tribunal d’Instance in Kinshasa/DR Kongo, derzeit im Rahmen eines Promotionsstudiums an der Freien Universität Berlin
  • Stefan Waespi, von 1996 bis 2010 Ankläger beim Internationalen Strafgericht für das ehemalige Jugoslawien, Staatsanwalt bei der Schweizerischen Bundesstaatsanwaltschaft, zuständig für Rechtshilfe und Völkerstrafrecht, Bern
  • Moderation: Gigi Deppe, Leiterin der SWR-Rechtsredaktion, Stuttgart
Anmeldeschluss Montag, 6. November 2017
Veranstalter Stiftung für Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)