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Menschenrechtsorganisationen verlangen gezielte Sanktionen - 9.3.2017

Verschiedenen Menschenrechts- und Pressefreiheitsorganisationen verlangen, dass die Vereinten Nationen gezieltere Sanktionen implementieren. Die burundischen Politiker seien bisher kaum in den Fokus genommen worden, obwohl die Meinungsfreiheit stark eingeschränkt wurde. Seit Beginn der Krise wurden viele Journalisten inhaftiert oder mussten das Land verlassen. Auch Radiostationen wurden zerstört. Die gezielten Sanktionen sollen die Privilegien von Politikern eindämmen und ein Signal gegen die Regierungsführung setzen. Ein früherer Versuch Sanktionen durchzusetzen ist aufgrund des Vetos von China und Russland im Sicherheitsrat der UN gescheitert (News 24).

Exilierte Journalisten, die aus dem Ausland weiterarbeiten und meist noch einen zusätzlichen Job annehmen müssen, prangern an, dass die Regierung falsche Informationen verbreitet. So hieße es, dass die burundischen Geflüchteten dem Hunger entkommen wollen. Von (sexueller) Gewalt und ethnischen Tendenzen nimmt die burundische Regierung Abstand (The Guardian).

Anlässlich des Weltfrauentages haben burundische Polizistinnen ihre Arbeitsbedingungen kritisiert. Vor allem die Vereinbarung der Polizeiberufs mit Familie und die Bedingungen der Unterkünfte seien für Frauen besonders schlecht (IWACU).

Bericht des 1. Burundi-Forums

Der Bericht des 1. Burundi-Forums für Unternehmen, Ingenieurswesen und Management steht jetzt hier für Sie zur Verfügung.

 

 

Wissenschaftlicher Artikel zur 2. Burundi-Akteurskonferenz "Was können wir jetzt tun?"

Der wissenschaftliche Artikel zur 2. Burundi-Akteurskonferenz ist ab sofort online zugänglich. Die Konferenz zur politischen Krise in Burundi mit der Überschrift "Was können wir jetzt tun?" vereinte Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. An zwei aufeinaderfolgenden Tagen haben die SEZ in Kooperation mit dem ABI Freiburg einen konsekutiven Dialog organisiert. Die Ergebnisse des ersten Tages wurden bereits in einem Konferenzbericht zusammengefasst, den Sie hier noch einmal anschauen können. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Burundis Situation und die Evaluierung von Forschung zu Burundi, die im Anschluss an die Konferenz stattfand, ist nun in einem wissenschaftlichen Artikel in Africa Spectrum erschienen. Hier gehts zum Artikel.

Bericht der 2. Burundi-Akteurskonferenz

Die 2. Burundi-Akteurskonferenz fand im März 2016 in Freiburg statt. Die übergeordnete Leitfrage "Was können wir jetzt tun?!" hinsichtlich des burundischen Konflikts hat an diesem Tag Akteure aus der Landespartnerschaft sowie Politik und Wissenschaft beschäftigt. Den ausführlichen Bericht der Konferenz finden Sie hier.

Weitere Anschläge und politisch motivierte Morde - 25.4.2016

"Allein in dieser Woche wurden erneut sieben Menschen bei politisch motivierten Gewalttaten getötet. Seit April 2015 kamen 700 Menschen zu Tode. Mindestens 4.300 Personen wurden aus politischen Gründen inhaftiert, hunderte Menschen gelten als verschwunden, Folter und Einschüchterung sind weit verbreitet", so wird GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius zitiert (Gesellschaft für bedrohte Völker).

Gestern, ungefähr ein Jahr nach der Eskalation der politischen Auseinandersetzungen, gibt es erneut Opfer in der Zivilbevölkerung sowie aus der politischen Elite zu beklagen. Am Montagmorgen wurde der burundische General und Sicherheitsberater des Präsidenten Athanase Kararuza sowie seine Frau im Auto erschossen. Schon in der vorherigen Woche wurde ein Oberst von Unbekannten ermordet (spiegel online).

Auch die "Zwischenbilanz" des UNHCR zeigt sich wenig optimistisch. Weiterhin fliehen viele Zivilisten in die angrenzenden Staaten. Einige Nachbarländer kommen derzeit an ihre Grenzen bezüglich der Aufnahme und Grundversorgung der Ankommenden. Tansania hat mit Abstand die meisten Geflohenen aufgenommen, ca. 71.000 burundische Staatsbürger und hat somit eines der größten Flüchtlingslager weltweit (UNHCR).

Der internationale Strafgerichtshof nimmt unter der Federführung von Chefanklägerin Fatou Bensouda Vorermittlungen bezüglich Mord, Folter, Vergewaltigung und Entführung auf. Der internationale Strafgerichtshof, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und Kriegsverbrechen verfolgt, will so festellen, ob die Indizien für ein vollwertiges Ermittlungsverfahren ausreichend sind (Deutsche Welle).

Wurde die Komplexität der politischen Auseinandersetzungen in Burundi von Außenstehenden unterschätzt? Dieser Eindruck könnte entstehen, wenn man den gescheiterten Versuch des Ex-FIFA-Präsidenten in Augenschein nimmt, der Burundis aktuell umstrittenen Präsidenten Nkurunziza von einer dritten Amtszeit "abwerben" sollte. Auch Besuche verschiedener hoher Geistlicher blieben ohne konkrete Ergebnisse (sport1).

Wanderausstellung Amahoro Burundi


Die neue Wanderausstellung Amahoro Burundi steht zum Ausleihen zur Verfügung.

Die Fotoausstellung gibt auf 15 Roll-ups anhand der Themenfelder Landwirtschaft, Frauen, Gesundheit, Jugend und Kultur Einblicke in Leben und Kultur des ostafrikanischen Landes. Zugleich trägt sie dazu bei, die Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Burundi und konkrete Beispiele daraus bekannt zu machen.

Genaue Daten zur Ausstellung, wie etwa benötigte Raumgröße, Reihenfolge und Inhaltsangabe finden Sie hier.

Flyer zur Ausstellung

2. Burundi-Akteurskonferenz

Philipp Keil, Geschäftsführender Vorstand SEZ
Prof. Andreas Mehler (ABI) und Dr. Boniface Mabanza (KASA)
Thomas Hoyer, dwp und Dr. Gérard aus Burundi
v.l.n.r. Austausch mit den Panelisten Barbara Kemper, Joyce M. Muvunyi, Domkapitular Dr. Kühn, Paul Seeger, Prof. Andreas Mehler

Am 3. März fand in Freiburg die 2. Burundi-Akteurskonferenz unter der Leitfrage "Was können wir jetzt tun?" hinsichtlich des burundischen Konflikts statt. Nach einem Burundi-Kaffeeempfang eröffnete Philipp Keil, der Geschäftsführende Vorstand der SEZ, die Konferenz und richte erste Worte u.a. auf Kirundi an das heterogene Publikum.

Daraufhin folgte Dr. Boniface Mabanza, der den Teilnehmenden in den konsekutiven Dialog einführte, d.h. das Zusammentreffen von Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik mit Blick auf eine neue und teilweise herausfordernde Situation in der Partnerschaft durchleuchtete.

Der zweite Teil der Akteurskonferenz hat wissenschaftliche und politische Perspektiven auf die Situation in Burundi vorgestellt. Nachdem Julia Grauvogel verschiedene Forschung(sansätze) präsentiert und erklärt hat, kamen nach anfänglicher Schüchternheit viele interessierte Nachfragen.

Auch der Policy Panel hat nach drei gezielten Fragerunden offen und interessiert einen Dialog mit den Teilnehmenden geführt. Der hochkarätig besetzte Panel, der von Prof. Andreas Mehler moderiert wurde, gab neue Einblicke in politische Entscheidungsprozesse und mögliche Auswirkungen auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Am Folgetag hat ein wissenschaftlicher Workshop stattgefunden, bei dem u.a. die Ergebnisse des ersten Tages in die Analyse miteingeflossen sind. Ein Konferenzbericht wird bald auf unserer Website erscheinen.

Die Konferenz hat in Kooperation mit dem Arnold-Bergstraesser-Institut für kulturwissenschaftliche Forschung stattgefunden.


Sie möchten mehr erfahren? Dann können Sie gerne dieses Interview zur 2. Burundi-Akteurskonferenz und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit anhören.

Förderung von Projekten der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit durch das Land Baden-Württemberg 2016

Auf Grundlage und zur Förderung der Umsetzung der Ziele der Entwicklungspolitischen Leitlinien werden landesweit Initiativen aufgerufen die Fördermittel des Landes für breitenwirksame Aktivitäten und Maßnahmen in folgenden Feldern zu beantragen:

  • Informations- und Bildungsarbeit zur entwicklungspolitischen Bewusstseinsbildung
  • Vernetzung entwicklungspolitischer Akteure: insbesondere zur Einbindung des Engagements von Migranten und Diasporagemeinschaften
  • Globales Lernen und Studieren
  • Nachhaltiger Konsum, verantwortliche Beschaffung, Fairer Handel und die entwicklungspolitische Verantwortung von Unternehmen
  • Partnerschaftliche Beziehungen mit Menschen in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas

Antragsschluss ist der 30. April 2016

Nähere Infomationen finden Sie hier

CDU-Landtagsfraktion besuchte das Partnerland Burundi

Besuch bei der Kaffeekooperative Mboneramiryango, Foto: SEZ

Auf Initiative von Peter Hauk MdL, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und SEZ-Stiftungsratsmitglied, reiste die AG Entwicklungszusammenarbeit der CDU-Landtagsfraktion vom 8. bis 15. Februar 2015 nach Burundi. Neben politischen Gesprächen standen insbesondere Besuche von partnerschaftlichen Projekten auf dem Programm. Begleitet wurde Hauk von den Abgeordneten Dr. Marianne Engeser, Konrad Epple, Klaus Herrmann und Marcel Schwehr, sowie von der ehemaligen Landtagsvizepräsidentin, Christa Vossschulte, der Ärztin Dr. Evelyn Herz und Steffen Groß, dem für die Partnerschaften mit Burundi zuständigen Mitarbeiter der SEZ. Mehr Informationen zu der Reise erhalten Sie in der kommenden Ausgabe der BW-Burundi Nouvelles.

Partnerschaftsvereinbarung mit Burundi

Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Zur Vertiefung der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und der Republik Burundi unterzeichneten Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Laurent Kavakure, Minister für auswärtige Beziehungen und internationale Zusammenarbeit der Republik Burundi, am 16. Mai 2014 eine förmliche Partnerschaftsvereinbarung. Das bisher schon starke Engagement im Land für Burundi soll nun weiter mit Leben gefüllt werden. Eine zentrale Rolle dabei spielt das Partnerschaftszentrum der SEZ. Als Schnitt- und Servicestelle bündelt und koordiniert es die baden-württemberischen Aktivitäten mit Burundi. Das Zentrum greift dabei auf die jahrzehntelangen Erfahrungen der SEZ und ihres großen Burundi-Netzwerkes zurück.

 

Hier gelangen Sie über die Webseite des Staatsministeriums

zur Pressemitteilung vom 16. Mai 2014

zur Partnerschaftserklärung (deutsch)

zur Partnerschaftserklärung (franzöisch)

 

Letzte Aktualisierung:  09.03.2017Seite drucken | nach oben

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Die BW-Burundi Nouvelles ist das elektronische Sprachrohr des Kompetenzzentrums Burundi der SEZ. Halbjährlich bietet Sie aktuelle Informationen aus Burundi und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Weitere Informationen